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Rottweiler
“von der Burgbleiche”©

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Fütterung
des
Hundes

    Inhaltsverzeichnis:

1. Allgemeines zur Ernährung

8. Ernährung alternder Hunde

2. Energie und Nährstoffe

9. Futtermittelarten

3. Essentielle Nährstoffe

10. Zustand des Futters /Fütterungsempfehlung

4. Wasser

11. Temperatur des Futters

5. Erhaltungsbedarf

12. Hunde-Gewichtstabellen

6. Ernährung des Sporthundes

13. Hunde-Ernährungstabellen

7. Ernährung während der Aufzucht

 

 

1. Allgemeines zur Ernährung
Die Aufnahme von Nahrungsmitteln (Ernährung) dient dem Zweck, dem Organismus die Energieträger und essentiellen Nährstoffe in möglichst ausgewogenen, dem Bedarf angepassten Mengen zuzuführen.

2. Energie und Nährstoffe
Jedes Lebewesen benötigt zur Aufrechterhaltung der fundamentalen Lebensvorgänge des gesamten Organismus (von der kleinsten Einheit der Zellen bis hin zu den Organen) Energie.
Die zugeführte Energie wird für die Muskeltätigkeit, die Konstanthaltung der Körpertemperatur, sowie für die ständige Neu- und Umbildung von Gewebe und die Sekretionsleistung der Drüsen verwendet.
Die Energie gewinnt der Körper aus den Nahrungsinhalten Fett, Eiweiß und Kohlehydraten. Aus den Fetten kann dabei mehr als doppelt soviel Energie wie aus den Eiweißen und Kohlehydraten gewonnen werden.

Der Körper muss neben der Energie mit Nährstoffen versorgt werden, die für den ständigen Umbau der Körpersubstanzen benötigt werden. Sie sind auch erforderlich, um die Verluste durch die Ausscheidungen wieder aufzufüllen. Diese Nährstoffe sind Minerale und Vitamine, aber auch Eiweißbestandteile (Aminosäuren) und Fettverbindungen (Fettsäuren), die der Tierkörper nicht selbst herstellen kann.

Eiweiß (Rohprotein)
wird zur Muskel- und Gewebebildung benötigt. Eiweißstoffe sind in Futtermitteln tierischer Herkunft, also in Fleisch, Fisch, Milch und Eiern in größeren Mengen enthalten. Das aufgenommene tierische Eiweiß wird nur z. T. zur Ergänzung der körpereigenen Eiweißreserven und zum Wachstum benötigt, ein anderer Teil dient zur Wärme- und Energieproduktion des Körpers. Eiweißüberschuss wird in Körperfette umgesetzt, eine Wirkung, die aber auch durch Verfütterung von Kohlehydraten und Fett zu erreichen ist.

Kohlehydrate
sind als Energiespender (Körperwärme, Bewegung) in Produkten pflanzlicher Herkunft (Getreide, Mais, Reis) enthalten. Futtermittel tierischer Herkunft enthalten Kohlehydrate nur in kleinen Mengen.

Fette
findet man hauptsächlich in den verabreichten Fleischprodukten. Diese werden im Körper des Tieres teils in Wärmeenergie umgesetzt bzw. im Gewebe für einen späteren Verbrauch gespeichert (Energiedepot). Teils werden sie als Vitamin F wirksam.


Rohfaser
sind vorwiegend pflanzliche, unverdauliche Strukturstoffe, die als Ballast für die Tätigkeit der Därme unbedingt nötig sind und die Verdaulichkeit von Eiweiß, Fett und Kohlehydraten beeinflussen.

3. Essentielle Nährstoffe
Alle lebensnotwendigen Elemente und Verbindungen, die der Körper nicht selbst herstellen kann, müssen ihm über die Nahrung angeboten werden. Diese Stoffe nennt man essentielle Nährstoffe. Es werden ca. 50 verschiedene Stoffe als essentiell bezeichnet. Diese Stoffe müssen in der Nahrung enthalten sein.

Essentielle Nährstoffe sind:

Mineralien-Mengenelemente  Kalzium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Kalium, Chlor, Schwefel

Spurenelemente:  Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Jod, Selen, Molybdän, Kadmium, Chrom, Fluor, Nickel, Silizium, Zinn, Vanadium

Essentielle Aminosäuren: Argin, Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin-Cystin, Phenylalanin-Tyrosin, Threonin, Valin, Trytophan

Essentielle Fettsäuren:  Linolsäure

Vitamine:    A, D, E, B1, B2, B6, B12, Niacin, Folsäure, Biotin, Panthotensäure

Mengenelemente (Mineralstoffe)
dienen zum Aufbau des Körpers (Gerüstsubstanz) und zur Regulierung des Stoffwechsels. Sie sind für die Gesundheit und Entwicklung von entscheidender Bedeutung. Mangel an Mineralstoffen führt zu Krankheiten (Rachitis, Knochenweiche), Calcium und Phosphor sind hauptsächlich in Knochen, Kalium und Natrium überwiegend in Zellen und Körperflüssigkeiten enthalten.

Spurenelemente
haben wichtige Stoffwechselfunktionen, obwohl sie nur in Spuren benötigt werden.

Es bilden:
Eisen  Blut und Muskelfarbstoff,
Kobald Vitamin D,
Kupfer Blutfarbstoff
Jod  Schilddrüsenhormon.

Vitamine
haben ebenfalls wichtige Stoffwechselfunktionen.
Mangel an Vitaminen führt zu einer Reihe lebensbedrohender Erkrankungen. Übergroße Gaben an Vitaminen können allerdings auch zu Erkrankungen (Vergiftungen) führen.

Vitamin  A: enthalten in Getreidepflanzen und Gemüse, vor allem in Karotten, Butter, Lebertran und Eigelb
Mangel: Wachstumsunterbrechung, Gewichtsverlust, Resistenz-Schwäche bei Infektionskrankheiten, Neigung zu Hauterkrankungen (Ekzeme)

Vitamin B: enthalten in Hefe, Naturreis, Getreidekeimen, in Leber und Nieren
Mangel: Nervenstörungen, Hauterkrankungen, Wachstumsstörungen

Vitamin C: enthalten in Gemüse, Grünzeug, Citrusfrüchten und Hagebutten
Mangel: Stoffwechselstörungen, Funktionsstörungen der Drüsen, Skorbut sowie Zahnfleischveränderungen und Muskelschwellungen

Vitamin D: enthalten in Lebertran, Butter, Eiern
Mangel: Rachitis

Vitamin E: enthalten in Getreide, Gemüse
Mangel: Muskelerkrankungen, Störungen der Geschlechtsfunktion, Wachstumsstörungen

Vitamin F: Hautschutzvitamine (ungesättigte Fettsäuren), z. B. in Linolsäure
Mangel: Ekzeme

4. Wasser
Wasser muss dem Hund ständig in ausreichender Menge frisch zur Verfügung stehen. Die regelmäßige Zufuhr qualitativ und quantitativ ausreichender Wassermengen ist eine der wichtigsten Maßnahmen in der Fütterung des Hundes überhaupt. Eine Unterversorgung mit Wasser führt zum Austrocknen des Körpers (Verdickung der Körperflüssigkeiten) und ist ein erhebliches Gesundheitsrisiko.

Ein ca. 20 kg schwerer Hund benötigt etwa 1,5 l Wasser täglich, wobei der Organismus in der Lage ist, einen Teil des Wasserbedarfs aus der Verarbeitung von Fett, Kohlehydraten und Eiweißen selbst „herzustellen“.
Der Hund regelt sein Bedürfnis an Wasseraufnahme entsprechend der Konsistenz des Futters selbst.

5. Erhaltungsbedarf
wird der Bedarf an Futter (-inhalten) genannt, die der Hund benötigt, um Gewicht, Gesundheit und normale Aktivität zu erhalten.

6. Ernährung des Sporthundes
Wissenschaftler weisen in ihren „Empfehlungen zu Versorgung des Hundes mit Energie und Nährstoffen“ darauf hin, dass Hunde, die Bewegungsleistungen ausführen, im Wesentlichen einen Mehrbedarf an Energie besitzen. Die Höhe des Mehrbedarfs ergibt sich aus der Dauer der Belastung.

Ein Sporthund wird bei normaler Bewegungsdauer einen Energiebedarf aufweisen, der doppelt so hoch wie der Erhaltungsbedarf ist.

Ein ausgewachsener Sporthund mit ca. 35 kg Körpergewicht benötigt bei mittlerer Belastung ca. 2.300 J, 165 g Rohprotein, mindestens 50 g Rohfett, 5,5 g Calcium und 4,5 g Phosphor.

Dieser Bedarf wird durch folgende Futtermengen gedeckt:
Schlachtabfälle  850 g
Trockenbeifutter   300 g
Haferflocken   100 g
Mineralstoff – Vitamin-
Spurenelement-Mischung   20 g
oder
Fertigdosenfutter  850 g
Trockenbeifutter   200 g
Haferflocken   100

7. Ernährung während der Aufzucht
Der Nährstoffbedarf von jungen Hunden ist höher als der von älteren. Dies erklärt sich u. a. aus dem Aufbau bzw. der Neubildung von Körpergewebe.
Um diesen Bedarf zu erfüllen, wird die Energie- und Eiweißzufuhr erhöht.

Der Eiweißbedarf junger Hunde ist im Absetzalter am höchsten und nimmt kontinuierlich ab. Ihre Nahrung sollte – allein schon aus Verträglichkeitsgründen – vor allem aus hochwertigen, hochverdaubaren Eiweißen bestehen.

Vom dritten bis zum sechsten Lebensmonat beträgt der Eiweißbedarf etwa das zwei- bis dreifache des Erhaltungsbedarfs.

Vom siebten bis zwölften Lebensmonat macht der Eiweißbedarf das 1,2 bis1,5 fache des Erhaltungsbedarfs aus.
Große Rassen haben einen höheren Bedarf. Für diese gelten die höheren Mengenangaben.

Wissenschaftler empfehlen jedoch, kein maximales Wachstum anzustreben.

(Quelle = Effem Züchter-Beratungsdienst)

8. Ernährung alternder Hunde
Aufgrund der weniger wirkungsvollen Verwertung der Nahrung im Verdauungstrakt des alternden Hundes, sowie des geringen Aktivitätsniveaus, verändert sich dessen Nährstoffbedarf.

Dies bezieht sich maßgeblich auf den Energiebedarf. Die Energieversorgung sollte um ca. 15 – 20 % reduziert werden. Es muss darauf geachtet werden, dass die Energieträger leicht verdaulich sind.

Diese Forderung gilt ebenso für das angebotene Eiweiß. Es muss zusätzlich eine hohe biologische Wertigkeit besitzen, um die deutlich schlechtere Verwertbarkeit zu kompensieren.

Die Vitamin- und Mineralienversorgung sollte am Bedarf des wachsenden Hundes orientiert sein, wobei das Kalziumangebot bis auf die doppelte Menge der Phosphorversorgung gesteigert werden sollte.
Aber nicht nur die Nahrung, auch die Futterrationierung sollte auf den alternden Hund abgestimmt werden. Die Futtermenge sollte dem Hund, auf 2 – 3 Rationen verteilt, über den ganzen Tag angeboten werden.

9. Futtermittelarten
a) -tierischer Herkunft
Futtermittel tierischer Herkunft sind i. d. R. eiweißreich und energiearm.
Fleisch verschiedener Tierarten sind in gleichem Maße zur Fütterung geeignet;es darf nicht zu fett sein.

    Kein rohes Schweinefleisch, einschließlich Innereien wie Schlund, Herz, Nieren verfüttern!!!!!

Von rohem Schweinefleisch kann eine tödlich verlaufende Krankheit (Aujeszkysche Krankheit) mittels eines Virus auf den Hund übertragen werden, gegen die es noch kein Heilmittel gibt.

    Auch verdorbenes Fleisch wird durch Abkochen nicht besser, denn nur die Keime werden abgetötet, nicht aber die Toxine (Gifte)!!!!!

Innereien, Schlachtabfälle vom Rind (Lunge, Euter, Vormägen)

Wenig geeignet sind:

Milz, Ohren, Nabel- oder Darmausschnitte, Schwarten, Sehnen, Knorpel, Geschlechtsteile, Fett

Knochen können Schlundverstopfungen, Obstipaton (Darmverstopfung) sowie Darmverletzungen (Perforation) durch Knochensplitter verursachen.
Zur Gesunderhaltung von Gebiss und Kaumuskulatur sind nur weiche Kalbsknochen zu empfehlen.

Große Seefische (Kabeljau, Schellfisch) enthalten hochwertige leichtverdauliche Eiweiße. Zu beachten ist jedoch, dass Fisch stets frisch entgrätet verfüttert werden muß.

b) pflanzlicher Herkunft

Futtermittel pflanzlicher Herkunft sind i. d. R. energiereich und eiweißarm.
Haferflocken können im Gegensatz zu Reis roh gereicht werden. Dadurch bleiben nicht hitzebeständige B-Vitamine erhalten. Zudem binden sie Wasser und enthalten Rohfaser.

Reis, ein vollwertiges Nahrungsmittel, wird vom Hund gerne aufgenommen. Unpolierter Reis ist gehaltvoller als handelsüblicher, aufbereiteter Reis. Er muss aber weich durchgekocht werden, bevor er verfüttert wird.

Maisschrot kann nach dem Quellenlassen roh verfüttert werden.
Ungesalzene Teigwaren, Brotreste etc. sollten nur dann verfüttert werden, wenn sie zuvor geröstet wurden.

Sojaschrot ist wegen seines hohen Eiweißgehaltes (entöltes Pressbruchmehl der Sojabohne) als hochwertiges Hundefutter anzusehen und zu verwenden. Er enthält einen hohen Eiweißgehalt und ist leicht verdaulich.

Gemüse und Obst sind als Vitamin-, Mineralstoff- und Spurenelementelieferant bekannt. Normalerweise fressen Hunde kein Gemüse aus eigenem Antrieb. Dennoch wird es, kleingehackt und roh unter das Futter gemischt, aufgenommen. Da die meisten Vitamine nicht hitzebeständig sind, soll das Futter nicht gekocht werden. Alle grünen und frischen Gemüsearten, außerdem Wurzeln, Karotten und Petersilienwurzeln, auch Äpfel und Zwiebeln sind geeignet.

Nicht zu empfehlen sind:
Hülsenfrüchte und Kohlarten. Sie führen leicht zu Blähungen des Darms.

c) Fertigfuttermittel

Allgemeines zur Klassifizierung
Der Markt des industriell gefertigten Hundefutters gliedert sich in drei verschiedene Bereiche, die sich in erster Linie durch den Wasseranteil im Produkt unterscheiden.
a)   Feuchtfutter (Dosen)  70 – 85 % Wassergehalt
b)   Halbfeuchtfutter  25 – 40 % Wassergehalt
c)   Halbtrockenfutter   14 – 25 % Wassergehalt
d)   Trockenfutter     9 - 14 % Wassergehalt

Eine weitere Unterteilung gibt das Futtermittelgesetz vor. Dort wird noch einmal unterschieden zwischen Alleinfuttermittel und Ergänzungsfuttermittel.
Alleinfuttermittel Das Futtermittel muss geeignet sein, alleine den Nahrungsbedarf des Tieres zu decken.
Ergänzungsfuttermittel Futtermittel, die nur in Ergänzung anderer Futtermittel den Nahrungsbedarf decken.

Inhaltsstoffe mit Bedeutung für den Sporthund

Alleinfuttermittel
Alleinfuttermittel
können heute als Dauerfutter durchaus empfohlen werden. Sie enthalten in der Zubereitung alle lebenswichtigen Stoffe und sind leicht zu verfüttern. Aufgrund ihrer Zubereitung sind sie aber nicht immer fleischfressergerecht und im Verhältnis zu den Inhaltsstoffen teilweise zu teuer.

Die Analyse, d. h. die prozentuale Angabe der einzelnen Wirkstoffe, ermöglicht die Beurteilung des gehaltlichen Wertes. Ihr Vorteil liegt in der einfachen Lagerung und Verfütterung gegenüber Schlachtabfällen, die bei nicht fachgerechter Lagerung und Zubereitung zudem ein hohes Risiko an Übertragung von Krankheitskeimen beinhalten.

Beim Einkauf ist darauf zu achten, dass die Ware nicht abgelagert oder ranzig oder gar mit Mehlwürmern durchsetzt ist.

Hundekuchen bestehen zu etwa 80 % aus pflanzlichen Stoffen mit Zusätzen an tierischem Eiweiß, Mineralsalzen und Vitaminen. Ein Vorteil in ihrer Verwendung als Beifutter liegt in der Beanspruchung des Gebisses.

Als Trockenfutter sind Produkte geeignet, die durchschnittlich ca. 400 J, 25 Rohprotein und 6 g Fett pro 100 g enthalten.

Büchsenware enthält Schlachtabfälle und Blut mit oder ohne Zusatz.

Trockenfleisch, meist ausländischer Herkunft, ist ein gutes und preiswertes Futtermittel, das einen 4 – 5fachen Eiweißgehalt von Frischfleisch aufweist. Es soll vor der Fütterung 1 – 2 Tage in lauwarmem Wasser aufgeweicht und danach mit dem Beifutter vermengt, verfüttert werden.
Folgende Liste enthält die Mengenangaben für die essentiellen Inhaltsstoffe bezogen auf den Erhaltungsbedarf pro kg Körpergewicht und Tag.

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10.  Zustand des Futters/Fütterungsempfehlung
Das Futter soll dem Hund ordentlich zubereitet und frisch, d. h. unmittelbar nach der Fertigstellung gereicht werden. Der Wasserhaushalt soll nicht übermäßig belastet werden. Keineswegs darf Trockenfutter als Alleinfutter gereicht werden, wenn nicht gleichzeitig Wasser angeboten wird. Der Rohfasergehalt der Gesamtration soll bei 5 % liegen (Ballast). Der Energiebedarf kann bis zu 40 % durch Fett, bis zu 50 % durch pflanzliche Kohlehydrate und soll durch mindestens 10 % hochwertiges tierisches Eiweiß gedeckt werden. Mineralstoffe müssen in ausreichenden Mengen sowie in einem ausgewogenen Verhältnis vorhanden sein. Besonders muss das Calcium/Phosphor-Verhältnis beachtet werden, das um 1 : 1 pendeln soll.

Im Verhältnis zum übrigen Verdauungstrakt ist der Magen des Hundes relativ groß. Er ist in der Lage, bei der Fütterung eine große Futtermenge aufzunehmen und damit längere Zeit bis zur nächsten Futteraufnahme auszukommen. Daher kann eine einmalige Fütterung innerhalb von 24 Stunden ausreichend sein. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse empfehlen auch eine tägliche zweimalige Fütterung des Hundes. Danach soll etwa 1/3 der Futterration vor der Belastung und 2/3 der Futterration nach der Belastung des Hundes gereicht werden. Nach der Fütterung sollen ihm einige Stunden (4 – 5) Ruhe zur Verdauung gewährt werden.
An heißen Tagen darf die Fütterung nicht während der Tageshitze erfolgen.

Der Futterbedarf ist bei einzelnen Hunden individuell verschieden. Es gibt gute und schlechte Futterverwerter, ein Umstand, dem bei der Bemessung der Rationen Rechnung getragen werden muss.

Wird dem Hund das Futter vorgesetzt, soll er ungestört einnehmen können. Ein gesunder Hund ist ein heißhungriger Fresser, der seine Futtermenge in einem Zeitraum von ca. 15 Minuten verzehrt. Die Futterschüsseln sollen unmittelbar danach aus dem Zwinger entfernt/von der Fütterungsstelle fortgenommen und mit sehr heißem Wasser gespült werden.
Nur bei zaghaft fressenden oder kranken Hunden kann das Futter unter Kontrolle längere Zeit im Zwinger/Fütterungsstelle bleiben.

11.Temperatur des Futters

Das Futter darf keineswegs zu kalt sein. Gierige Hunde verschlingen auch das kalte Futter, das Gesundheitsschäden hervorrufen kann.

Wildlebende Laufraubtiere verschlingen nach dem Schlagen der Beute zunächst die Eingeweide, deshalb soll das Futter körperwarm sein.

12. Hunde-Gewichtstabellen

Gewichtszunahme der Welpen bis zu einem Jahr

Normale wöchentliche Zunahme in Gramm:

    Rassengröße 1. Woche   2. Woche  3. Woche   4. Woche  5. Woche
    Sehr groß      300-600    400-800     400-800    500-1000  750-1500
    Groß                 240-450   300-700     400-700    400- 800  500- 900
    Mittelgroß       200-350   200-400       200-400     300-  450   400-  600
    Klein                150-250   150-250       150-250     150-  250   150-  400
    Zwerge             50-200     60-200         60-200      60-  200     70- 200

    Rassengröße    6. Woche        7. Woche       8. Woche         9.Woche
    Sehr groß        1000-1500       1000-1500      1000-2000        1000- 2000
    Groß                 500-1000          500-1000          600-1000          600- 1000
    Mittelgroß       400-  600           300-  600         300-  600           300- 600
    Klein                150-  400           150   400         150  400            150   400
    Zwerge               70- 200            70-  200           70- 200              70- 200

    Durchschnittliche monatliche Zunahme in Gramm:

    Rassengröße  1. Monat     2. Monat      3. Monat   4. Monat    5. Monat
    Sehr groß        2750             5000                7000           6000          6000
    Groß                 2000            3250                 3500          3500           3000
    Mittelgroß       1500              2000                2250         2000           1500
    Klein                1000              1250                1250         1250           1000
    Zwerg                550              600                  600            500            500

    Rassengröße  6. Monat   7. Monat   8. Monat   9. Monat
    Sehr groß        5000             3000            3000           3000
    Groß                 2750            2500             1750            1500
    Mittelgroß       1000              1000              750              750
    Klein                  600               600              400              400
    Zwerg                250                150               100             100

    Durchschnittliches Gewicht in % des Endgewichts im Alter von:

    Rassengröße 2 Mon.   3. Mon.   4 Mon.  5 Mon.   6 Mon.  9 Mon.   12 Mon.
    Sehr groß      17           30          40           55          65           85            90
    Groß               20          33           45          60           70          85             90
    Mittelgroß     24          40           50            60          70         90             95
    Klein              30          40           55            65          75         90           100
    Zwerge           36          50           66            75          85         95           100
    Teckel           36           55          75           80           85          95          100

13. Hunde-Ernährungstabellen

    Täglicher Eiweiß- und Kalorienbedarf bei Mensch und Hund bei leichter Arbeit:

                      Gewicht         Eiweiß (mind.)        Kalorien

    Mensch     55 – 70 kg       55 – 70 g                 2100 – 2900

    Hund                                 erw.  jung                 erw.    jung

                           2 kg             12    20                 220      400
                           4,5 kg         20     40                  415       830
                           7 kg             28    56                 550      1100
                         15 kg            60   120                 1050     2000
                         30 kg            100 200                 2000     4000
                         50 kg            150 300                 3250

    Eiweiß- ,Fett- und Kaloriengehalt einiger Nahrungsmittel:

    Fleisch und tierische Produkte

    (Mittelwert je 100 g)                 Eiweiß  Fett       Kalorien
    Blutwurst                                        15         35              374
    Butter                                             0,6        81              716
    Ei, mittelgroß                                 6          5                85
    (Angabe pro Stück = 50 g)
    Emmentaler Käse                          29       31               404
    Hähnchen                                       22         3               116
    Hering                                             19        6 – 12         136
    Huhn                                               20       11               185
    Kalbfleisch                                      20        11             181
    Kalbsherz                                        15        7                134
    Kalbsleber                                       19        5                 141
    Kalbslunge                                     13,3     1,6             98
    Kuhmilch                                         3,3       4                64
    Magermilchpulver                         36         1               359
    Magermilchquark                          17,2     0,6             90
    Niere                                              15         8                 140
    Pansen (ohne Fett)                         19        2                100
    Rindfleisch                                      17        21               222
    Rindsleber                                       20        4                 136
    Schellfisch                                      17         0               74
    Schmalz                                          0          100            884
    Schweinefleisch (mittelfett)           18       15               224
    Schweineherz                                 17         5                 120
    Schweinelunge                                11,7      5,8             122
    Vollmilchpulver                              26         27              496

    Pflanzliche Produkte
    Mittelwert je 100 g)                 Eiweiß       Fett      Kalorien

    Äpfel                                                0           0               58
    Bananen                                          1           0               94
    Brot                                                 9           3               260
    Haferflocken                                 13         8                385
    Hundeflocken                                 13          9               390
    Hundekuchen                                  20        4                350
    Hundemischfutter (trocken)           24        4                430
    Karotten                                         1          0                40
    Cornflakes                                       8         0,7              359
    Reis                                                 7           1,5             354
    Schokolade                                     6          34              542
    Weizenkeime                                  25       10               389
    Zucker                                             0           0                 387

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