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1. Allgemeines zur Ernährung
Die Aufnahme von Nahrungsmitteln (Ernährung) dient dem Zweck, dem Organismus die Energieträger und essentiellen Nährstoffe in möglichst
ausgewogenen, dem Bedarf angepassten Mengen zuzuführen.
2. Energie und Nährstoffe Jedes Lebewesen benötigt zur Aufrechterhaltung der fundamentalen Lebensvorgänge des gesamten Organismus (von der kleinsten Einheit der Zellen bis hin zu den
Organen) Energie. Die zugeführte Energie wird für die Muskeltätigkeit, die Konstanthaltung der Körpertemperatur, sowie für die ständige Neu- und Umbildung von Gewebe und die Sekretionsleistung der Drüsen
verwendet. Die Energie gewinnt der Körper aus den Nahrungsinhalten Fett, Eiweiß und Kohlehydraten. Aus den Fetten kann dabei mehr als doppelt soviel Energie wie aus den Eiweißen und Kohlehydraten gewonnen werden.
Der Körper muss neben der Energie mit Nährstoffen versorgt werden, die für den ständigen Umbau der Körpersubstanzen benötigt werden. Sie sind auch
erforderlich, um die Verluste durch die Ausscheidungen wieder aufzufüllen. Diese Nährstoffe sind Minerale und Vitamine, aber auch Eiweißbestandteile (Aminosäuren) und Fettverbindungen (Fettsäuren), die der
Tierkörper nicht selbst herstellen kann.
Eiweiß (Rohprotein) wird zur Muskel- und Gewebebildung benötigt. Eiweißstoffe sind in Futtermitteln tierischer Herkunft, also in
Fleisch, Fisch, Milch und Eiern in größeren Mengen enthalten. Das aufgenommene tierische Eiweiß wird nur z. T. zur Ergänzung der körpereigenen Eiweißreserven und zum Wachstum benötigt, ein anderer Teil dient zur
Wärme- und Energieproduktion des Körpers. Eiweißüberschuss wird in Körperfette umgesetzt, eine Wirkung, die aber auch durch Verfütterung von Kohlehydraten und Fett zu erreichen ist.
Kohlehydrate sind als Energiespender (Körperwärme, Bewegung) in Produkten pflanzlicher Herkunft (Getreide, Mais, Reis) enthalten.
Futtermittel tierischer Herkunft enthalten Kohlehydrate nur in kleinen Mengen.
Fette findet man hauptsächlich in den verabreichten Fleischprodukten. Diese werden im Körper des Tieres teils in Wärmeenergie
umgesetzt bzw. im Gewebe für einen späteren Verbrauch gespeichert (Energiedepot). Teils werden sie als Vitamin F wirksam.
Rohfaser sind vorwiegend pflanzliche, unverdauliche
Strukturstoffe, die als Ballast für die Tätigkeit der Därme unbedingt nötig sind und die Verdaulichkeit von Eiweiß, Fett und Kohlehydraten beeinflussen.
3. Essentielle Nährstoffe Alle lebensnotwendigen Elemente und Verbindungen, die der Körper nicht selbst herstellen kann, müssen ihm über die Nahrung angeboten werden. Diese Stoffe nennt
man essentielle Nährstoffe. Es werden ca. 50 verschiedene Stoffe als essentiell bezeichnet. Diese Stoffe müssen in der Nahrung enthalten sein.
Essentielle Nährstoffe sind:
Mineralien-Mengenelemente Kalzium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Kalium, Chlor, Schwefel
Spurenelemente: Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Jod, Selen, Molybdän, Kadmium, Chrom, Fluor, Nickel, Silizium, Zinn, Vanadium
Essentielle Aminosäuren: Argin, Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin-Cystin, Phenylalanin-Tyrosin, Threonin, Valin, Trytophan
Essentielle Fettsäuren: Linolsäure
Vitamine: A, D, E, B1, B2, B6, B12, Niacin, Folsäure, Biotin, Panthotensäure
Mengenelemente (Mineralstoffe) dienen zum Aufbau des Körpers (Gerüstsubstanz) und zur Regulierung des Stoffwechsels. Sie sind für die
Gesundheit und Entwicklung von entscheidender Bedeutung. Mangel an Mineralstoffen führt zu Krankheiten (Rachitis, Knochenweiche), Calcium und Phosphor sind hauptsächlich in Knochen, Kalium und Natrium überwiegend in
Zellen und Körperflüssigkeiten enthalten.
Spurenelemente haben wichtige Stoffwechselfunktionen, obwohl sie nur in Spuren benötigt werden.
Es bilden: Eisen Blut und Muskelfarbstoff, Kobald Vitamin D, Kupfer Blutfarbstoff Jod Schilddrüsenhormon.
Vitamine haben ebenfalls wichtige Stoffwechselfunktionen. Mangel an Vitaminen führt zu einer Reihe lebensbedrohender Erkrankungen.
Übergroße Gaben an Vitaminen können allerdings auch zu Erkrankungen (Vergiftungen) führen.
Vitamin A: enthalten in Getreidepflanzen und Gemüse, vor allem in Karotten, Butter, Lebertran und Eigelb Mangel:
Wachstumsunterbrechung, Gewichtsverlust, Resistenz-Schwäche bei Infektionskrankheiten, Neigung zu Hauterkrankungen (Ekzeme)
Vitamin B: enthalten in Hefe, Naturreis, Getreidekeimen, in Leber und Nieren
Mangel: Nervenstörungen, Hauterkrankungen, Wachstumsstörungen
Vitamin C: enthalten in Gemüse, Grünzeug, Citrusfrüchten und Hagebutten Mangel: Stoffwechselstörungen, Funktionsstörungen der Drüsen,
Skorbut sowie Zahnfleischveränderungen und Muskelschwellungen
Vitamin D: enthalten in Lebertran, Butter, Eiern Mangel: Rachitis
Vitamin E: enthalten in Getreide, Gemüse Mangel: Muskelerkrankungen, Störungen der Geschlechtsfunktion, Wachstumsstörungen
Vitamin F: Hautschutzvitamine (ungesättigte Fettsäuren), z. B. in Linolsäure Mangel: Ekzeme
4. Wasser Wasser muss dem Hund ständig in ausreichender Menge frisch zur Verfügung stehen. Die regelmäßige Zufuhr qualitativ und quantitativ ausreichender
Wassermengen ist eine der wichtigsten Maßnahmen in der Fütterung des Hundes überhaupt. Eine Unterversorgung mit Wasser führt zum Austrocknen des Körpers (Verdickung der Körperflüssigkeiten) und ist ein erhebliches
Gesundheitsrisiko.
Ein ca. 20 kg schwerer Hund benötigt etwa 1,5 l Wasser täglich, wobei der Organismus in der Lage ist, einen Teil des Wasserbedarfs aus der Verarbeitung von
Fett, Kohlehydraten und Eiweißen selbst „herzustellen“. Der Hund regelt sein Bedürfnis an Wasseraufnahme entsprechend der Konsistenz des Futters selbst.
5. Erhaltungsbedarf wird der Bedarf an Futter (-inhalten) genannt, die der Hund benötigt, um Gewicht, Gesundheit und normale Aktivität zu erhalten.
6. Ernährung des Sporthundes Wissenschaftler weisen in ihren „Empfehlungen zu Versorgung des Hundes mit Energie und Nährstoffen“ darauf hin, dass Hunde, die Bewegungsleistungen ausführen,
im Wesentlichen einen Mehrbedarf an Energie besitzen. Die Höhe des Mehrbedarfs ergibt sich aus der Dauer der Belastung.
Ein Sporthund wird bei normaler Bewegungsdauer einen Energiebedarf aufweisen, der doppelt so hoch wie der Erhaltungsbedarf ist.
Ein ausgewachsener Sporthund mit ca. 35 kg Körpergewicht benötigt bei mittlerer Belastung ca. 2.300 J, 165 g Rohprotein, mindestens 50 g Rohfett, 5,5 g
Calcium und 4,5 g Phosphor.
Dieser Bedarf wird durch folgende Futtermengen gedeckt: Schlachtabfälle 850 g Trockenbeifutter 300 g Haferflocken 100 g
Mineralstoff – Vitamin- Spurenelement-Mischung 20 g oder Fertigdosenfutter 850 g Trockenbeifutter 200 g Haferflocken 100
7. Ernährung während der Aufzucht
Der Nährstoffbedarf von jungen Hunden ist höher als der von älteren. Dies erklärt sich u. a. aus dem Aufbau bzw. der Neubildung von
Körpergewebe. Um diesen Bedarf zu erfüllen, wird die Energie- und Eiweißzufuhr erhöht.
Der Eiweißbedarf junger Hunde ist im
Absetzalter am höchsten und nimmt kontinuierlich ab. Ihre Nahrung sollte – allein schon aus Verträglichkeitsgründen – vor allem aus hochwertigen, hochverdaubaren Eiweißen bestehen.
Vom dritten bis zum sechsten Lebensmonat beträgt der Eiweißbedarf etwa das zwei- bis dreifache des Erhaltungsbedarfs.
Vom siebten bis zwölften Lebensmonat macht der Eiweißbedarf das 1,2 bis1,5 fache des Erhaltungsbedarfs aus. Große Rassen haben einen höheren Bedarf.
Für diese gelten die höheren Mengenangaben.
Wissenschaftler empfehlen jedoch, kein maximales Wachstum anzustreben.
(Quelle = Effem Züchter-Beratungsdienst)
8. Ernährung alternder Hunde Aufgrund der weniger wirkungsvollen Verwertung der Nahrung im Verdauungstrakt des alternden
Hundes, sowie des geringen Aktivitätsniveaus, verändert sich dessen Nährstoffbedarf.
Dies bezieht sich maßgeblich auf den Energiebedarf. Die Energieversorgung sollte um ca. 15 – 20 % reduziert werden. Es muss darauf geachtet werden, dass
die Energieträger leicht verdaulich sind.
Diese Forderung gilt ebenso für das angebotene Eiweiß. Es muss zusätzlich eine hohe biologische Wertigkeit besitzen, um die deutlich schlechtere
Verwertbarkeit zu kompensieren.
Die Vitamin- und Mineralienversorgung sollte am Bedarf des wachsenden Hundes orientiert sein, wobei das Kalziumangebot bis auf die doppelte Menge der
Phosphorversorgung gesteigert werden sollte. Aber nicht nur die Nahrung, auch die Futterrationierung sollte auf den alternden Hund abgestimmt werden. Die Futtermenge sollte dem Hund, auf 2 – 3 Rationen verteilt,
über den ganzen Tag angeboten werden.
9. Futtermittelarten
a) -tierischer Herkunft Futtermittel tierischer Herkunft sind i. d. R. eiweißreich und energiearm. Fleisch verschiedener
Tierarten sind in gleichem Maße zur Fütterung geeignet;es darf nicht zu fett sein.
Kein rohes Schweinefleisch, einschließlich
Innereien wie Schlund, Herz, Nieren verfüttern!!!!!
Von rohem Schweinefleisch kann eine tödlich verlaufende Krankheit (Aujeszkysche Krankheit) mittels eines Virus auf den Hund übertragen werden, gegen die es
noch kein Heilmittel gibt.
Auch verdorbenes Fleisch wird durch Abkochen
nicht besser, denn nur die Keime werden abgetötet, nicht aber die Toxine (Gifte)!!!!!
Innereien, Schlachtabfälle vom Rind (Lunge, Euter, Vormägen)
Wenig geeignet sind:
Milz, Ohren, Nabel- oder Darmausschnitte, Schwarten, Sehnen, Knorpel, Geschlechtsteile, Fett
Knochen können Schlundverstopfungen, Obstipaton (Darmverstopfung) sowie Darmverletzungen (Perforation) durch Knochensplitter verursachen. Zur
Gesunderhaltung von Gebiss und Kaumuskulatur sind nur weiche Kalbsknochen zu empfehlen.
Große Seefische (Kabeljau, Schellfisch) enthalten hochwertige leichtverdauliche Eiweiße. Zu beachten ist jedoch, dass Fisch stets frisch entgrätet
verfüttert werden muß.
b) pflanzlicher Herkunft
Futtermittel pflanzlicher Herkunft sind i. d. R. energiereich und eiweißarm. Haferflocken können im Gegensatz zu Reis roh gereicht werden.
Dadurch bleiben nicht hitzebeständige B-Vitamine erhalten. Zudem binden sie Wasser und enthalten Rohfaser.
Reis, ein vollwertiges Nahrungsmittel, wird vom Hund gerne aufgenommen. Unpolierter Reis ist gehaltvoller als handelsüblicher, aufbereiteter Reis. Er muss
aber weich durchgekocht werden, bevor er verfüttert wird.
Maisschrot kann nach dem Quellenlassen roh verfüttert werden. Ungesalzene Teigwaren, Brotreste etc. sollten nur dann verfüttert werden, wenn sie zuvor
geröstet wurden.
Sojaschrot ist wegen seines hohen Eiweißgehaltes (entöltes Pressbruchmehl der Sojabohne) als hochwertiges Hundefutter anzusehen und zu verwenden. Er
enthält einen hohen Eiweißgehalt und ist leicht verdaulich.
Gemüse und Obst sind als Vitamin-, Mineralstoff- und Spurenelementelieferant bekannt. Normalerweise fressen Hunde kein Gemüse aus eigenem Antrieb. Dennoch
wird es, kleingehackt und roh unter das Futter gemischt, aufgenommen. Da die meisten Vitamine nicht hitzebeständig sind, soll das Futter nicht gekocht werden. Alle grünen und frischen Gemüsearten, außerdem Wurzeln,
Karotten und Petersilienwurzeln, auch Äpfel und Zwiebeln sind geeignet.
Nicht zu empfehlen sind: Hülsenfrüchte und Kohlarten. Sie führen leicht zu Blähungen des Darms.
c) Fertigfuttermittel
Allgemeines zur Klassifizierung Der Markt des industriell gefertigten Hundefutters gliedert sich in drei verschiedene Bereiche, die
sich in erster Linie durch den Wasseranteil im Produkt unterscheiden. a) Feuchtfutter (Dosen) 70 – 85 % Wassergehalt b) Halbfeuchtfutter 25 – 40 % Wassergehalt
c) Halbtrockenfutter 14 – 25 % Wassergehalt d) Trockenfutter 9 - 14 % Wassergehalt
Eine weitere Unterteilung gibt das Futtermittelgesetz vor. Dort wird noch einmal unterschieden zwischen Alleinfuttermittel und Ergänzungsfuttermittel.
Alleinfuttermittel Das Futtermittel muss geeignet sein, alleine den Nahrungsbedarf des Tieres zu decken. Ergänzungsfuttermittel Futtermittel, die nur in Ergänzung anderer Futtermittel den Nahrungsbedarf decken.
Inhaltsstoffe mit Bedeutung für den Sporthund
Alleinfuttermittel Alleinfuttermittel können heute als Dauerfutter durchaus empfohlen werden. Sie enthalten in der Zubereitung alle
lebenswichtigen Stoffe und sind leicht zu verfüttern. Aufgrund ihrer Zubereitung sind sie aber nicht immer fleischfressergerecht und im Verhältnis zu den Inhaltsstoffen teilweise zu teuer.
Die Analyse, d. h. die prozentuale Angabe der einzelnen Wirkstoffe, ermöglicht die Beurteilung des gehaltlichen Wertes. Ihr Vorteil liegt in der
einfachen Lagerung und Verfütterung gegenüber Schlachtabfällen, die bei nicht fachgerechter Lagerung und Zubereitung zudem ein hohes Risiko an Übertragung von Krankheitskeimen beinhalten.
Beim Einkauf ist darauf zu achten, dass die Ware nicht abgelagert oder ranzig oder gar mit Mehlwürmern durchsetzt ist.
Hundekuchen bestehen zu etwa 80 % aus pflanzlichen Stoffen mit Zusätzen an tierischem Eiweiß, Mineralsalzen und Vitaminen. Ein Vorteil in ihrer Verwendung
als Beifutter liegt in der Beanspruchung des Gebisses.
Als Trockenfutter sind Produkte geeignet, die durchschnittlich ca. 400 J, 25 Rohprotein und 6 g Fett pro 100 g enthalten.
Büchsenware enthält Schlachtabfälle und Blut mit oder ohne Zusatz.
Trockenfleisch, meist ausländischer Herkunft, ist ein gutes und preiswertes Futtermittel, das einen 4 – 5fachen Eiweißgehalt von
Frischfleisch aufweist. Es soll vor der Fütterung 1 – 2 Tage in lauwarmem Wasser aufgeweicht und danach mit dem Beifutter vermengt, verfüttert werden. Folgende Liste enthält die Mengenangaben für die essentiellen
Inhaltsstoffe bezogen auf den Erhaltungsbedarf pro kg Körpergewicht und Tag.
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10. Zustand des Futters/Fütterungsempfehlung Das Futter soll dem Hund ordentlich zubereitet und frisch, d. h.
unmittelbar nach der Fertigstellung gereicht werden. Der Wasserhaushalt soll nicht übermäßig belastet werden. Keineswegs darf Trockenfutter als Alleinfutter gereicht werden, wenn nicht gleichzeitig Wasser angeboten
wird. Der Rohfasergehalt der Gesamtration soll bei 5 % liegen (Ballast). Der Energiebedarf kann bis zu 40 % durch Fett, bis zu 50 % durch pflanzliche Kohlehydrate und soll durch mindestens 10 % hochwertiges
tierisches Eiweiß gedeckt werden. Mineralstoffe müssen in ausreichenden Mengen sowie in einem ausgewogenen Verhältnis vorhanden sein. Besonders muss das Calcium/Phosphor-Verhältnis
beachtet werden, das um 1 : 1 pendeln soll.
Im Verhältnis zum übrigen Verdauungstrakt ist der Magen des Hundes relativ groß. Er ist in der Lage, bei der Fütterung eine große Futtermenge
aufzunehmen und damit längere Zeit bis zur nächsten Futteraufnahme auszukommen. Daher kann eine einmalige Fütterung innerhalb von 24 Stunden ausreichend sein. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse
empfehlen auch eine tägliche zweimalige Fütterung des Hundes. Danach soll etwa 1/3 der Futterration vor der Belastung und 2/3 der Futterration nach der Belastung des Hundes gereicht werden. Nach der Fütterung
sollen ihm einige Stunden (4 – 5) Ruhe zur Verdauung gewährt werden. An heißen Tagen darf die Fütterung nicht während der Tageshitze erfolgen.
Der Futterbedarf ist bei einzelnen Hunden individuell verschieden. Es gibt gute und schlechte Futterverwerter, ein Umstand, dem bei der
Bemessung der Rationen Rechnung getragen werden muss.
Wird dem Hund das Futter vorgesetzt, soll er ungestört einnehmen können. Ein gesunder Hund ist ein heißhungriger Fresser, der seine
Futtermenge in einem Zeitraum von ca. 15 Minuten verzehrt. Die Futterschüsseln sollen unmittelbar danach aus dem Zwinger entfernt/von der Fütterungsstelle fortgenommen und mit sehr heißem Wasser gespült werden.
Nur bei zaghaft fressenden oder kranken Hunden kann das Futter unter Kontrolle längere Zeit im Zwinger/Fütterungsstelle bleiben.
11.Temperatur des Futters
Das Futter darf keineswegs zu kalt sein. Gierige Hunde verschlingen auch das kalte Futter, das Gesundheitsschäden hervorrufen kann.
Wildlebende Laufraubtiere verschlingen nach dem Schlagen der Beute zunächst die Eingeweide, deshalb soll das Futter körperwarm sein.
12. Hunde-Gewichtstabellen
Gewichtszunahme der Welpen bis zu einem Jahr
Normale wöchentliche Zunahme in Gramm:
Rassengröße 1. Woche 2. Woche 3. Woche 4. Woche 5. Woche Sehr groß 300-600 400-800 400-800 500-1000 750-1500
Groß 240-450 300-700 400-700 400- 800 500- 900
Mittelgroß 200-350 200-400 200-400 300- 450 400- 600
Klein 150-250 150-250 150-250 150- 250 150- 400
Zwerge 50-200 60-200 60-200 60- 200 70- 200
Rassengröße 6. Woche 7. Woche 8. Woche 9.Woche
Sehr groß 1000-1500 1000-1500 1000-2000 1000- 2000
Groß 500-1000 500-1000 600-1000 600- 1000
Mittelgroß 400- 600 300- 600 300- 600 300- 600
Klein 150- 400 150 400 150 400 150 400
Zwerge 70- 200 70- 200 70- 200 70- 200
Durchschnittliche monatliche Zunahme in Gramm:
Rassengröße 1. Monat 2. Monat 3. Monat 4. Monat 5. Monat Sehr groß 2750 5000 7000 6000 6000
Groß 2000 3250 3500 3500 3000
Mittelgroß 1500 2000 2250 2000 1500
Klein 1000 1250 1250 1250 1000
Zwerg 550 600 600 500 500
Rassengröße 6. Monat 7. Monat 8. Monat 9. Monat
Sehr groß 5000 3000 3000 3000
Groß 2750 2500 1750 1500
Mittelgroß 1000 1000 750 750
Klein 600 600 400 400
Zwerg 250 150 100 100
Durchschnittliches Gewicht in % des Endgewichts im Alter von:
Rassengröße 2 Mon. 3. Mon. 4 Mon. 5 Mon. 6 Mon. 9 Mon. 12 Mon. Sehr groß 17 30 40 55 65 85 90
Groß 20 33 45 60 70 85 90
Mittelgroß 24 40 50 60 70 90 95
Klein 30 40 55 65 75 90 100
Zwerge 36 50 66 75 85 95 100
Teckel 36 55 75 80 85 95 100
13. Hunde-Ernährungstabellen
Täglicher Eiweiß- und Kalorienbedarf bei Mensch und Hund bei leichter Arbeit:
Gewicht Eiweiß (mind.) Kalorien
Mensch 55 – 70 kg 55 – 70 g 2100 – 2900
Hund erw. jung erw. jung
2 kg 12 20 220 400
4,5 kg 20 40 415 830
7 kg 28 56 550 1100
15 kg 60 120 1050 2000
30 kg 100 200 2000 4000
50 kg 150 300 3250
Eiweiß- ,Fett- und Kaloriengehalt einiger Nahrungsmittel:
Fleisch und tierische Produkte
(Mittelwert je 100 g) Eiweiß Fett Kalorien
Blutwurst 15 35 374
Butter 0,6 81 716
Ei, mittelgroß 6 5 85
(Angabe pro Stück = 50 g)
Emmentaler Käse 29 31 404
Hähnchen 22 3 116
Hering 19 6 – 12 136
Huhn 20 11 185
Kalbfleisch 20 11 181
Kalbsherz 15 7 134
Kalbsleber 19 5 141
Kalbslunge 13,3 1,6 98
Kuhmilch 3,3 4 64
Magermilchpulver 36 1 359
Magermilchquark 17,2 0,6 90
Niere 15 8 140
Pansen (ohne Fett) 19 2 100
Rindfleisch 17 21 222
Rindsleber 20 4 136
Schellfisch 17 0 74
Schmalz 0 100 884
Schweinefleisch (mittelfett) 18 15 224
Schweineherz 17 5 120
Schweinelunge 11,7 5,8 122
Vollmilchpulver 26 27 496
Pflanzliche Produkte
Mittelwert je 100 g) Eiweiß Fett Kalorien
Äpfel 0 0 58
Bananen 1 0 94
Brot 9 3 260
Haferflocken 13 8 385
Hundeflocken 13 9 390
Hundekuchen 20 4 350
Hundemischfutter (trocken) 24 4 430
Karotten 1 0 40
Cornflakes 8 0,7 359
Reis 7 1,5 354
Schokolade 6 34 542
Weizenkeime 25 10 389
Zucker 0 0 387
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